Foto: Louis / PexelsBBK, THW, Feuerwehr: Wer macht was im Krisenfall in Deutschland?
BBK, THW, Feuerwehr, DRK, Bundeswehr — wer ist wofür zuständig? Klare Übersicht über die deutschen Katastrophenschutzstrukturen.
BBK, THW, Feuerwehr: Wer macht was im Krisenfall in Deutschland?
Im Krisenfall koordinieren Dutzende Behörden und Organisationen. Diese Übersicht erklärt, wer für was zuständig ist.
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
Zuständig für: Planung, Koordinierung, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit auf Bundesebene
Was es tut: Erstellt den "Ratgeber für Notfallvorsorge", betreibt die NINA-Warn-App, koordiniert zwischen Bund und Ländern, bildet Führungspersonal aus.
Was es NICHT tut: Einsätze vor Ort führen.
Technisches Hilfswerk (THW)
Zuständig für: Technische Hilfeleistungen bei Katastrophen
Was es tut: Trinkwasserversorgung, Notstromversorgung, Bergung, Brückenbau, Logistik. 80.000 ehrenamtliche Helfer, 668 Ortsverbände.
Besonderheit: Bundesbehörde, wird auf Anforderung der Länder eingesetzt.
Feuerwehr
Zuständig für: Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Rettungsdienst
Was es tut: Feuer löschen, Menschen retten, First Responder bei medizinischen Notfällen.
Besonderheit: Kommunale Verantwortung; Deutschland hat sowohl Berufs- als auch Freiwillige Feuerwehren.
Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und andere Hilfsorganisationen
Zuständig für: Sanitätsdienst, Betreuung, Verpflegung, Blutspende
Eingesetzt bei: Großveranstaltungen, Katastrophen, humanitären Krisen.
Bundeswehr
Zuständig für: Amtshilfe bei Katastrophen (subsidiär)
Was es tut: Logistik, Feldküchen, medizinische Versorgung, Brücken. Wird nur auf Anforderung eingesetzt, hat keine polizeilichen Befugnisse.
Die Lücke: Was niemand abdeckt
In den ersten 24-72 Stunden einer Großkatastrophe sind alle diese Kräfte überlastet. Diese Lücke müssen Bürger durch Eigenvorsorge füllen.




