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Einkochen für die Krisenvorsorge: Vollständiger Einsteiger-GuideFoto: Ron Lach / Pexels
lebensmittel13. April 20262 Min. Lesezeit

Einkochen für die Krisenvorsorge: Vollständiger Einsteiger-Guide

Einkochen ist die älteste und zuverlässigste Methode zur Lebensmittelkonservierung. Dieser vollständige Guide erklärt alles von der Ausrüstung bis zur Technik für die Krisenvorsorge.

Warum Einkochen für die Krisenvorsorge?

Eingekochte Lebensmittel sind bei richtiger Verarbeitung 2–5 Jahre haltbar — ohne Strom, ohne Kühlung. Das macht Einkochen zur idealen Konservierungsmethode für die Krisenvorsorge. Kein Einfrieren (stromabhängig), kein Trocknen (zeitaufwendig) — Einmachgläser sind robust, dicht und sofort verwendbar.

Grundprinzip: Wie Einkochen funktioniert

Beim Einkochen wird das Lebensmittel im Glas auf 75–100°C erhitzt. Die Hitze tötet Bakterien, Hefen und Schimmelpilze ab. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum, das das Glas luftdicht verschließt. Ohne Luft = kein Keimwachstum.

Ausrüstung für Einsteiger

Mindestausstattung:

  • Einkochtopf (Einkochautomat mit Thermometer) oder großer Kochtopf mit Rost
  • Einmachgläser (Weck-Gläser oder Mason Jars) in verschiedenen Größen
  • Neue Gummidichtungen (immer neue Dichtungen verwenden)
  • Trichter und Zange für heiße Gläser

Budget: 50–150 Euro für komplette Grundausstattung

Die drei Einkochmethoden

1. Wasserbad-Einkochen (einfachste Methode)

Geeignet für: Saures Gemüse, Früchte, Marmeladen, Kompott, Tomaten

Temperatur: 80–100°C im Wasserbad

Anleitung:

  1. Gläser sterilisieren (15 Min. im kochenden Wasser)
  2. Glas mit heißem Inhalt füllen (1 cm Rand freilassen)
  3. Deckel aufsetzen, in Einkochtopf mit heißem Wasser stellen
  4. Bei 95°C die vorgeschriebene Zeit einkochen
  5. Gläser herausnehmen, abkühlen lassen (Vakuum bildet sich)

2. Druckeinkochen (für nicht-saure Lebensmittel)

Geeignet für: Fleisch, Hülsenfrüchte, Suppen, nicht-saures Gemüse

Temperatur: 115–121°C unter Druck

Wichtig: Ohne Säure können sich bei 100°C Botulismus-Sporen bilden. Druckeinkochen oder Säure hinzufügen ist Pflicht für nicht-saure Lebensmittel.

3. Kalt einkochen (nur für stark säuerliches)

Nur für Essig-Einlegegut und fermentierten Gemüse (Sauerkraut, Pickles) geeignet.

Was sich am besten einkochen lässt

LebensmittelMethodeHaltbarkeit
TomatenWasserbad2–3 Jahre
MarmeladeWasserbad3–5 Jahre
BohnenDruckeinkochen2–3 Jahre
FleischDruckeinkochen1–2 Jahre
KompottWasserbad2–3 Jahre
SuppenDruckeinkochen1–2 Jahre

Häufige Fehler vermeiden

  • Alte Gummidichtungen: Immer neue Dichtungen kaufen — alte Dichtungen versagen
  • Zu wenig Zeit: Einkochen nach Rezept, nicht nach Schätzung
  • Nicht-saures ohne Druck: Botulismus-Risiko ohne Druckeinkocher bei Gemüse/Fleisch

Lagerung

Eingekochte Gläser dunkel, trocken und kühl lagern (Keller ideal). Vor Gebrauch immer prüfen: Deckel muss nach innen gewölbt bleiben (Vakuum). Wenn Deckel nach oben wölbt oder Inhalt trüb/schaumig: Entsorgen.

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