Foto: Mikhail Nilov / PexelsKrisenvorsorge für Einsteiger, Teil 3: Energie, Heizen, Kommunikation
Teil 3 der Einsteiger-Serie: Wie du dich von der Stromversorgung unabhängig machst, im Winter warm bleibst und auch ohne Internet kommunizieren kannst.
Willkommen zu Teil 3
In Teil 1 haben wir besprochen warum und womit du anfangen solltest. In Teil 2 haben wir Wasser, Nahrung und Licht in 30 Tagen aufgebaut. In Teil 3 gehen wir tiefer: Energie, Heizen, Kommunikation.
Diese drei Bereiche sind entscheidend für einen längeren Krisenfall – Stromausfall über mehrere Tage, Heizungsausfall im Winter, Kommunikationsausfall.
Energie: Die drei Ebenen
Ebene 1 – Mobile Energie (sofort): Powerbank mit 20.000+ mAh. Kostet 30-50 Euro, sichert Handy-Akku für mehrere Tage. Kauf dies diese Woche.
Ebene 2 – Solarladestation: Ein kleines Solar-Panel (20-50 Watt) mit kleiner Batterie (100-200 Wh). Lädt Handy, Taschenlampe, Kurbelradio dauerhaft ohne Stromnetz. Budget: 100-200 Euro.
Ebene 3 – Große Powerstation: Jackery, EcoFlow oder ähnliche 500-1000 Wh Powerstation. Kann Kühlschrank kurz, Laptop, Beleuchtung versorgen. Budget: 400-800 Euro.
Beginne mit Ebene 1, baue auf wenn Budget es erlaubt.
Heizen: Was tun wenn die Heizung ausfällt?
Im Winter ohne Heizung: Die Wohnung isolieren ist wichtiger als Heizquellen. Türen dichten, unter Decken bleiben, warme Kleidung.
Alternative Heizquellen:
- Kerzen: Mehrere in einem kleinen Raum können 2-3 Grad bringen
- Wärmeflaschen: Mit kochendem Wasser befüllt, stundenlang warm
- Katalytofen (z.B. Propan-Campingkocher mit Heizeinsatz): Effektive Wärmequelle – NUR mit geöffnetem Fenster nutzen (CO-Gefahr!)
Notfall-Schlafplatz: Alle Familienmitglieder in einem Raum schlafen erhöht die Temperatur deutlich.
Kommunikation: Wenn Handy und Internet wegfallen
Schicht 1 – Handy: Powerbank sichert Handy-Akku. Handy ist der wichtigste Kommunikationskanal – schütze seinen Akku.
Schicht 2 – Kurbelradio: DAB+/UKW-Radio mit Kurbel. Empfängt Notfalldurchsagen, Behördenmitteilungen, regionale Informationen ohne Strom. Budget: 30-60 Euro.
Schicht 3 – PMR-Walkie-Talkies: Für Kommunikation in der Familie oder mit Nachbarn ohne Netz. Reichweite: 0,5-3 km in der Stadt. Budget: 30-60 Euro für ein Paar.
Notfallplan auf Papier: Treffpunkte, Kontaktpersonen, wichtige Nummern – aufgeschrieben, nicht nur im Handy.
Fazit: Teil 3 Checkliste
- Powerbank 20.000 mAh vorhanden
- Kurbelradio vorhanden
- PMR-Walkie-Talkies (mindestens 2) vorhanden
- Heizungsausfall-Plan bekannt
- Notfallplan auf Papier vorhanden
In Teil 4 gehen wir auf Dokumente, Finanzen und Sicherheit ein – die oft vergessenen Bereiche der Krisenvorsorge.




